(Foto: Heinrich Jung, Quelle: WAZ)

NRW-Wirtschaftsminister Duin zu Gast am VGW-Stammtisch

Foto rechts: Aufmerksame Zuhörer im IWG beim Besuch des Wirtschaftsministers

Gladbeck.
Der Minister schilderte den Mitgliedern des Gladbecker Wirtschaftsvereins seine Vorstellungen einer „smarten“ Wirtschaftsregion Emscher-Lippe.

Eine knappe Stunde, mehr Zeit hat der Minister nicht für seinen Besuch am VGW-Stammtisch im Innovationszentrum Wiesenbusch, IWG. Aber Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) reicht es, um den Mitgliedern des Vereins zur Förderung der Gladbecker Wirtschaft zu erklären, wo es lang gehen soll in den kommenden Jahren in der vom Strukturwandel gebeutelten Emscher-Lippe-Region. Zentrale Aussage: „Smart“ soll die Region werden. Klingt schön modern und forsch, und er meint das auch so.

„Nicht beharren, sondern nach vorn denken“, lautet die  Mut machende Botschaft des Ministers. Also nicht die schwierigen Bedingungen beklagen und keine negativen Assoziationen schaffen. Sondern positiv denken, mit Ideen überraschen und vorhandene Themen positiv besetzen. Wie das gehen kann? Ein Beispiel: Die hohe Zahl von Menschen mit Migrationshintergrund nicht problematisieren, sondern die Vielfalt als Chance sehen, dass die Region attraktiv für ausländische Investoren ist. Darin stecke großes Potenzial, wie die Erfolge der Talentscouts in der Förderung talentierter Schüler zeigen.

Stichwort Förderung. Die gibt es reichlich für Kommunen und Wirtschaft, das Land hat viele Programme. Und den „Umbau 21“, eine Art Entwicklungshilfe-Projekt des Landes für die Emscher-Lippe-Region. Aber ein Selbstbedienungsladen ist das nicht. „Erst brauchen wir Ideen, dann gibt es das Geld dafür“, macht der Minister klar, was für ihn nachhaltige Wirtschaftsförderung ist.

Noch konkreter: Drei Themenfelder, die es zu entwickeln gilt, bieten sich in der Region. Damit’s voran geht mit der digitalen Entwicklung und bis 2018 schnelles Internet flächendeckend durch Glasfaserkabel fließt, spendiert das Land bei Anträgen auf Fördermittel für Emscher-Lippe einen extra Schluck aus der Pulle. Zweites Tätigkeitsfeld: Mit neuen Ideen für die Kreislaufwirtschaft, also hochwertigem Recycling, über das schon beim Produktdesign nachgedacht werde, ließen sich Stoffkreisläufe neu organisieren und neue Märkte erschließen. Und schließlich: Die Energie, das Riesenthema in der Region, auch nach der Kohle. Duin redet klare Kante: „Solange für erneuerbare Energien keine Speichermöglichkeiten geschaffen sind, brauchen wir Gas- und Kohlekraftwerke,“

Noch ein Stichwort: Innovation – drängt sich im Innovationszentrumja durchaus auf. Dass die Region das kann, beweist Bottrop ja bereits mit Innovation City. Dass Gladbeck sich als erste Stadt dranhängen will, lobt der Minister ausdrücklich. Und am Ende macht er allen Mut: Es gibt hier ein riesiges Potenzial, genügend positive Strukturen, um sowohl für auswärtige Firmen als auch solche aus dem nahen Münsterland interessant für Ansiedlungen zu sein. Bloß: Die müssen es auch bemerken. Wofür es „einen Wechsel in der Mentalität und im Image braucht und die Kommunikation darüber“, fordert der Wirtschaftsminister, der gemäß dem forschen Slogan schon 2017 (ist ja auch Wahljahr) die smarte Emscher-Lippe-Region im „Schaufenster“ präsentieren will.

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